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231LED und Lichtleisten

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Drei Lichtfarben sind separat steuerbar
PROJEKTE: Smile Design

Licht wirkt

Weiß ist nicht gleich Weiß

Schon lange ist bekannt: Licht steuert unsere innere Uhr. Die Farbe des Lichts ändert sich den Tag über und Menschen reagieren darauf psychisch und physiologisch. Vormittags und mittags ist das Licht bläulich und verringert die Ausschüttung des Hormons Melatonin, das Müdigkeit hervorruft. Blaues Licht, kaltweiß genannt, wirkt aufmunternd und anregend. Gegen Nachmittag wird das Tageslicht dann rötlicher. Langwelliges, orangerotes Licht fördert die Melatoninproduktion und wirkt entspannend, beruhigend bis schlaffördernd.

Glühbirnen oder Standard-Leuchtstoffröhren leuchten warmweiß, regen schon tagsüber
die Melatoninproduktion an und bewirken so eine frühzeitige Ermüdung. Besser für Menschen, die in Innenräumen arbeiten, sind Tageslichtsimulationen, die wir mit verschiedenfarbigen Lichtleisten realisieren. Auch Leuchtdioden (LED) werden immer leistungsstärker und können in Einzelfällen eingesetzt werden.

Eine kleine Einführung in Lichtfarben lesen Sie auf dieser Seite, regionale oder überregional arbeitende Ingenieurbüros für Lichtplanung nennen wir Ihnen gerne.

Farbtemperaturen und weiße Lichtfarben

Alle Lichtfarben werden in „Farbtemperaturen“ gemessen und mit der Einheit Grad Kelvin angegeben:

  • Warmweiß (ww, 2700° bis 3500° K) wirkt entspannend, freundlich, beruhigend.
  • Neutralweiß (nw, 3500 ° bis 5400° K) wirkt sachlich.
  • Kaltweiß oder tageslichtweiß (tw, über 5400° K) wirkt kühl und anregend.

Hier finden Sie einige Richtwerte von natürlichen und künstlichen Lichtquellen:

Lichtquelle Farbtemperatur in ° Kelvin Beschreibung

Kerze

1500

beruhigend

Glühlampe 40 W

2200

beruhigend

Glühlampe 100 W

2800

beruhigend

Halogenlampe

3000

beruhigend

Sonnenuntergang

3400

beruhigend

Xenon-Lampe

4000

sachlich

Vormittags- und Nachmittagssonne

5000 - 5500

sachlich

Sonnenlicht um die Mittagszeit

5500 - 5800

anregend

Blauer Himmel

9000 - 12000

anregend

Klares blaues nördliches Himmelslicht, beispielsweise in Skandinavien

15000 - 27000

anregend

Farbwiedergabe

Farben wirken je nach Beleuchtung unterschiedlich. So kann ein Rot tagsüber kräftig leuchten, aber in der Abendsonne oder bei Glühlampen-Licht erscheint es braun.
Wie und in welcher Qualität Farben wahrgenommen werden, wird mit dem Farbwiedergabeindex Ra ausgedrückt.

100 Ra ist der beste Wert, um diesen zu erreichen muss eine Lichtquelle alle Lichtfarben (Spektralfarben) in einer definierten, optimalen Verteilung enthalten. Der Ra-Wert sollte in Innenräumen mindestens 80 erreichen, Museen setzen häufig 90 Ra ein.

Lichtfarben in den Normen der Industrie

Die Hersteller von Leuchtmitteln geben die Leuchtleistungen ihrer Produkte mit einer dreistelligen Zahl an, die Farbwiedergabe und Lichtfarbe kombiniert. Die erste Stelle steht für den Farbwiedergabeindex Ra, die zweite und dritte Stelle gibt die Lichtfarbe wieder. So haben die Lichtfarben 640, 840 und 940 die gleiche Farbtemperatur 4000° Kelvin, aber unterschiedliche Farbwiedergaben: über 60, 80 und 90 Ra.

Lichtfarbe Farb-
wiedergabe
in Ra
Farbtemperatur
in ° Kelvin
Bezeichnung Beschreibung

530

≥ 50

3400

Warm White / Warmton

freundlich

640

≥ 60

4000

Cool White / Neutralweiss

sachlich

830

≥ 80

3000

Warm White / Warmton

freundlich

840

≥ 80

4000

Cool, Day White Neutralweiss

sachlich

865

≥ 80

6500

Daylight / Tageslicht

sachlich sehr kühl

880

≥ 80

8000

Skylight

extrem kühl und anregend
(Einsatz: Aquarien)

930

≥ 90

3000

Warm White / Warmton

freundlich

940

≥ 90

4000

Cool White / Neutralweiss

sachlich

950

≥ 90

5000

Daylight / Tageslicht

sachlich kühl

965

≥ 90

6500

Daylight / Tageslicht

sachlich sehr kühl

 

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